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Robert Bitterli, geboren 1967, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Zürich. Daneben beschäftigt er sich beruflich auch als Webprogrammierer, was zwar konträr zu seiner künstlerischen Tätigkeit stehen mag – trotzdem aber als Teil einer kontinuierlich, denselben Prozessabläufen folgenden Linie zu verstehen ist: Undefiniertes zu definieren, die Analyse von Strukturen. Das zusammenfügen kleiner und kleinster Splitter um zu so verbindlichen Formen und Formeln zu gelangen ist der Antrieb.
Nach dem Besuch der obligatorischen Schulen und einer Kaufmännischen Ausbildung – in eher kulturfernem Umfeld also - fand er seinen Weg zur Kunst eher durch Zufall, als einer tiefen Berufung verpflichtet. Eine solche trat dann aber, nach der Aufnahme zum Foundation Course der Chelsea College of Art & Design in London umso deutlicher in sein Leben. In sehr kurzer Zeit entwickelte er ein starkes Gespür für die stilsichere Verwendung seines bevorzugten Materials, jenen bereits verarbeiteten und oft wieder demolierten, durch den vormaligen Gebrauch gezeichneten Holzstücken, welche er zu abstrakten Gebilden zusammenfügte. Auch die Lust am Risiko, das Vorgehen ohne Richtpunkte – ein durchaus organischer Arbeitsprozess, der nicht darauf ausgerichtet ist, vorgegebene Bilder nachzuformen oder eine Anschauung zu visualisieren, sondern es darauf ankommen lässt, dass sich die Kanten und Ecken im Prozess zu zeigen beginnen, wurde zum prägenden Merkmal. Robert Bitterli findet, nach wie vor, im Rahmen einer oft auch schwierigen Auseinandersetzung zur fertigen Form. Diese Vorgehensweise entspringt einer konsequenten Haltung, welche bei der Betrachtung seiner zerfurchten, zersplitterten, massigen und trotzdem verletzlichen Objekte erkennbar wird.

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